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24.01.2007
Hallo Welt!
Es gibt mal wieder Neuigkeiten aus meinem leben. Nach einem sehr schönen (Heimat-) Urlaub in Deutschland über Weihnachten und Silvester und Tage im Hauptquartier in England bin ich jetzt wieder unterwegs.
Mein neuester Einsatzort ist der Norden Ugandas. Wahrscheinlich haben die meisten von euch keine Ahnung, welche Katastrophe denn dort aktuell passiert sein könnte. Vermutlich ist die Situation hier aber eher so was wie eine vergessene Katastrophe. Eine Katastrophe, die schon vor langer Zeit begonnen hat und leider noch nicht zu Ende ist.
Seit fast 20 Jahren ist die Situation hier im Norden des Landes geprägt von Bürgerkriegen und dem Wüten der Rebellenarmeen.
Viele Menschen sind in Lager geflüchtet; viele haben Schreckliches gesehen und erlebt. Seit ein paar Jahren ist nun ein Flüchtlingslager ihr Zuhause und es gibt Kinder, die wenig Vorstellung von einem anderen Leben haben; sie haben noch nie woanders gelebt. In der letzten Zeit scheint es aber so langsam friedlicher zu werden. Die Menschen fangen an, in ihre Dörfer zurückzugehen. Diese sind aber teilweise zerstört oder verfallen.
Die Heilsarmee hat schon seit einigen Jahren gemeinsam mit Unicef einige Projekte in den Camps begonnen, vor allem 75 Kindergärten in 10 verschiedenen Camps. Wir wollen jetzt herausfinden, was wir machen können, um die Menschen in ihren Heimatdörfern zu unterstützen.
Davies Wafula, der ugandische Projektleiter hat mit Hilfe des internationalen Hauptquartiers und vielen ugandischen Mitarbeitern und Helfern eine geniale Arbeit in den Camps gemacht. geplant war eigentlich, dass wir als internationales Team (Jerry (USA), Robert (Schweden) und ich) gemeinsam mit ihm die neuen Projekte identifizieren und starten. Alles kam jetzt nochmals ein bisschen anders als geplant, denn Davies ist am 15. Januar bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommen. An meinem ersten Tag hier in Uganda war ich also erst einmal auf einer Beerdigung.
Was die Projekte angeht ist das nun eine etwas veränderte Situation. Wir werden erst einmal Unterstützung bei den laufenden Projekten leisten und dann weitere Entscheidungen treffen.
Meine Aufgabe wird hauptsächlich wieder sein, Gespräche zu führen mit den Menschen in den Camps und Dörfern und hier vor allem auch mit den Frauen. Letztendlich sind sie die Experten für ihr eigenes Leben und wissen am Besten, was sie brauchen, um wieder ein würdevolles Leben dort zu leben, dort wo sie am liebsten sein wollen,... zu Hause!
So, das war’s erstmal wieder, diesmal aus dem warmen Afrika!
Euch und Ihnen allen das Beste!
Damaris
PS.: Für die letzte Ausgabe der internationalen Heilsarmeezeitschrift 'All the world' wurde ich gebeten, einen Artikel zu schreiben. Er sollte in Kürze auch im Internet nachzulesen sein unter:
www.salvationarmy.org und dann bei publications 'all the world', Titel des Artikels: 'expect the unexpected'
PS.: Bitte keine Anhänge und Fotos per eMail an mich schicken, denn unsere Internetverbindung ist sehr schlecht und labil... Danke.
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